Göttliche Hilfe erhofft: Sri Lankas Luftwaffe fliegt Mönche über Dürregebiete
In der Hoffnung auf göttlichen Beistand gegen eine schwere Dürre hat die Luftwaffe in Sri Lanka buddhistische Mönche über betroffene Gebiete des Landes geflogen. Während des Fluges riefen die drei in safranfarbene Gewänder gekleideten Mönche die Götter an, der Trockenheit ein Ende zu setzen, wie die Luftwaffe am Sonntag mitteilte. Besatzungsmitglieder versprühten währenddessen heiliges Wasser aus Plastikflaschen über dem Land.
"Während die Nation wegen Trockenheit in Bedrängnis ist, steigt das Flugzeug in einem symbolischen Akt des Mitgefühls auf", kommentierte die Luftwaffe die Aktion in Onlinediensten.
Nach Angaben des srilankischen Wetterdienstes droht dem südasiatischen Inselstaat wegen des Klimaphänomens El Niño in den kommenden Monaten eine schwere Dürre in Teilen des Landes, gefolgt von sintflutartigen Regenfällen, bevor es erneut zu einer Dürreperiode kommt. Derzeit sind wegen der Dürre bereits Teile des größten Wildschutzgebiets des Landes gesperrt. Die Stauseen sind nur zu rund 50 Prozent gefüllt.
Beim natürlich auftretenden Klimaphänomen El Niño erwärmt sich die Wasseroberfläche im Pazifik, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Der menschengemachte Klimawandel kann die Auswirkungen von El Niño noch verstärken.
Q.Zimmermann--FFMTZ