Frankfurter Tageszeitung - Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr

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Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr
Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 188.000 Unternehmen ihren Betrieb eingestellt. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit fast 20 Jahren nicht mehr, wie die Auskunftei Creditreform am Dienstag unter Verweis auf eine gemeinsame Untersuchung mit dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Inzwischen müssen demnach auch Unternehmen mit guter oder zumindest mittlerer Bonität schließen.

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"Die Krisendynamik frisst sich mittlerweile durch die gesamte Breite der Wirtschaft", erklärte Patrick-Ludwig Hantzsch von Creditreform. "Die Zahl der Marktaustritte steigt deutlich an." Derzeit stünden häufig die Probleme großer Unternehmen und Konzerne im Fokus, "die Zahl an kleinen und mittleren Unternehmen, die leise verschwinden, ist aber ist um ein Vielfaches größer".

Creditreform nennt drei maßgebliche Faktoren, die im Zusammenspiel den Betrieben schwer zu schaffen machen: technologischer Wandel, zunehmender Wettbewerbsdruck und Arbeitskräftemangel. Hinzu kämen Firmenschließungen wegen der demographischen Entwicklung: "Immer mehr Betriebe schließen, weil Firmeninhaber in den Ruhestand gehen und keinen Nachfolger finden", erklärte die ZEW-Forscherin Sandra Gottschalk. "Fast ein Drittel aller freiwilligen Schließungen erfolgt mittlerweile aus Altersgründen - deutlich mehr als noch vor zehn oder 15 Jahren."

Die Zahl freiwilliger Schließungen ist demnach sehr hoch. "Lediglich rund 13 Prozent der im Jahr 2025 erfassten Unternehmensschließungen gehen auf ein Insolvenzverfahren zurück", erklärte Gottschalk.

In der Industrie machten 11.000 Unternehmen dicht - zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie Creditreform weiter ausführte. Im Baugewerbe waren es demnach 24.000 und zwölf Prozent mehr als im Vorjahr und im Gastgewerbe 15.000 und 15 Prozent mehr.

J.Hoffmann--FFMTZ