Nach Zwischenhoch: US-Inflation sinkt im Juni auf 3,5 Prozent
Die Inflation in den USA hat sich nach einem deutlichen Anstieg im Frühjahr wieder abgekühlt. Sie ging im Juni auf 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Hauptgrund waren die gesunkenen Treibstoffpreise wegen der zwischenzeitlichen Entspannung im Iran-Krieg.
Im Mai war die US-Inflation mit 4,2 Prozent noch auf ein Drei-Jahres-Hoch gestiegen. Im Juni sanken die Treibstoffpreise dann im Vergleich zum Vormonat um 9,7 Prozent, Energie insgesamt wurde 5,7 Prozent günstiger. Lebensmittel verteuerten sich leicht um 0,2 Prozent.
Die Kerninflation ohne die schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel lag bei 2,6 Prozent im Jahresvergleich. Die US-Notenbank Fed empfiehlt eine Inflationsrate von lediglich 2,0 Prozent.
Der Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, sollte im Tagesverlauf im Kongress angehört werden. Er wolle die Geldpolitik "richtig ausrichten", sagte er laut vorab verbreitetem Redetext. "Wenn wir die Politik richtig gestalten – und das werden wir – wird der Inflationsschub der letzten fünf Jahre der Vergangenheit angehören", fügte er hinzu.
Die Lebenshaltungskosten sorgen in den USA seit Monaten für Unmut. Umfragen zeigen eine stark gesunkene Zustimmung zur Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump. Der Iran-Krieg hat die Kritik auch im Lager des Präsidenten verschärft. Trump selbst hatte wiederholt angeführt, der Anstieg sei nur "von kurzer Dauer". Zuletzt flammten die Kämpfe aber wieder auf.
M.Schub--FFMTZ