Frankfurter Tageszeitung - Kommt die nächste Tech‑Blase?

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Kommt die nächste Tech‑Blase?




Ende der 1990er‑Jahre explodierten die Kurse junger Internetunternehmen geradezu. Der Nasdaq Index stieg zwischen 1995 und März 2000 um 573 Prozent, bevor er in den darauffolgenden zweieinhalb Jahren um 78 Prozent einbrach. Etliche Unternehmen wie Netscape, Yahoo und AOL verloren zunächst ihren technologischen Vorsprung und scheiterten später völlig. Die Überbewertung beruhte auf fragilen Geschäftsmodellen, euphorischer Spekulation, mangelnden Gewinnen und überzogenem Investitionsrausch – verstärkt durch Y2K‑bedingte Ausgaben und Finanzierungspraktiken wie Vendor‑Financing, die Umsätze künstlich aufblähten.

Die neue KI‑Rally: Fakten und Kennzahlen
Seit Ende 2022 haben S&P 500 und Nasdaq 100 stark zugelegt. Das breite Marktbarometer stieg um 79 Prozent, der technologie­lastige Nasdaq 100 sogar um 130 Prozent. Rund 40 Prozent der Marktkapitalisierung des S&P 500 entfallen inzwischen auf die zehn größten Werte; im Jahr 2025 entfielen fast 80 Prozent der Aktiengewinne auf sieben Konzerne (Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla).

Gleichzeitig investieren Tech‑Giganten massiv in KI‑Infrastruktur. Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta wollen ihre Ausgaben für Rechenzentren und Chips 2026 auf rund 440 Milliarden US‑Dollar erhöhen – ein Plus von 34 Prozent. OpenAI plant Investitionen von mehr als einer Billion Dollar. Diese Summen wecken Erinnerungen an die Dotcom‑Blase, als Firmen häufig mehr Geld in unbewiesene Technologien steckten als in solide Geschäftsmodelle.

Parallelen und Unterschiede zur Dotcom‑Blase
Trotz der hohen Bewertungen unterscheidet sich die aktuelle Lage in wesentlichen Punkten von 1999. Während seinerzeit viele Internetfirmen keinen Gewinn erwirtschafteten, ist der Anteil unprofitabler Tech‑Unternehmen heute viel geringer (ca. 20 Prozent statt 36 Prozent). Die dominierenden Konzerne verfügen über echte Gewinne, solide Cashflows und bewährte Geschäftsmodelle. Die Forward‑Kurs‑Gewinn‑Verhältnisse liegen im S&P 500 bei rund 22,3 (durchschnittlich 18,7) und im Technologiesektor bei etwa 27 – weit unter den Extremwerten der Dotcom‑Ära. Gleichzeitig beträgt das Verhältnis von Investitionsausgaben zu freiem Cashflow der sogenannten Hyperscaler (Google, Microsoft, Amazon, Meta, Oracle) weniger als 1, während es im Jahr 2000 nahe 4 lag.

Experten warnen jedoch vor möglichen „Zirkelschlüssen“: Nvidia verkauft Chips an Microsoft, Microsoft investiert in OpenAI, OpenAI mietet Rechenleistung bei Microsoft und verpflichtet sich, die Chips langfristig abzunehmen. Solche inneren Finanzkreisläufe erinnern Kritiker an die fragwürdigen Finanzpraktiken der Dotcom‑Zeit. Auch die Tatsache, dass OpenAI erst ab 2029 mit Gewinnen rechnet und bisher Verluste schreibt, nährt Zweifel. Beobachter sprechen daher von einer „Inflection Bubble“ – einer Blase, die einen echten technologischen Wendepunkt finanziert und langfristig nützliche Infrastruktur hinterlässt.

Warnungen und Zuversicht von Marktstrategen
Ein Stratege der Bank of America betont, dass Anleger trotz überhitzter Kurse vorsichtig sein sollten, aber nicht überstürzt aussteigen dürften: Die letzten Phasen einer Blase brächten oft die höchsten Gewinne. Er rät, mit Value‑Aktien abzusichern. Janus Henderson weist darauf hin, dass der Dotcom‑Crash auch durch Y2K‑Überinvestitionen und Betrug (WorldCom) ausgelöst wurde, Faktoren, die heute fehlen. Howard Marks vom Investmenthaus Oaktree warnt generell vor übermäßiger Euphorie: Neue Technologien seien anfällig für überzogene Erwartungen, doch blieben sie langfristig transformative Kräfte.

Andere Stimmen sehen bereits deutliche Vorzeichen eines Überhypes: Laut Guardian gehen 95 Prozent aller unternehmensinternen KI‑Experimente nie in den Produktiveinsatz. Die Marktkonzentration und das Tempo der Investitionen könnten gefährlich werden, falls das Wirtschaftswachstum schwächelt oder Zinsen deutlich steigen.

Öffentliche Wahrnehmung und Debatten
In Foren und sozialen Medien wird lebhaft diskutiert. Viele erinnern sich an „Celeron‑CPUs, AOL‑Modems und Netscape“ und fragen sich, ob die jetzige Situation nicht eine ähnliche Blaupause darstellt. Besonders kritisiert werden geschlossene Finanzierungskreisläufe zwischen Chip‑Herstellern, Cloud‑Anbietern und KI‑Unternehmen, die Umsätze künstlich erhöhen, sowie milliardenschwere Kaufverpflichtungen von Start‑ups, die noch gar keine Gewinne machen. Andere Kommentatoren verweisen darauf, dass sich Geschichte selten wiederholt, sondern eher reimt: Heute stünden viel mehr Daten, bessere Regulierung und eine aufgeklärtere Anlegergemeinde zur Verfügung. Einige warnen zudem vor anderen Risiken wie steigenden Energiepreisen und Inflation, die das Wachstum der Tech‑Konzerne stärker bedrohen könnten als eine mögliche Blasenbildung. Skeptiker befürchten schließlich, dass Künstliche Intelligenz enorme Ressourcen verschlingt, aber nur geringe Produktivitätsfortschritte bringt und Arbeitsplätze vernichtet.

Ausblick: Vorsicht, aber kein Untergangsszenario
Die aktuellen Bewertungsniveaus und Investitionen zeigen, dass Märkte durchaus zu Übertreibungen neigen. Doch die Situation unterscheidet sich von der Dotcom‑Ära: Es gibt etablierte Gewinner, profitablere Geschäftsmodelle und strengere Regulierung. Gleichzeitig sollten Anleger wachsam bleiben: Überinvestitionen, enge Konzentration auf wenige Branchenführer und komplexe Finanzierungsbeziehungen bergen Risiken, vor allem wenn der Zinspfad oder die Konjunktur sich überraschend ändern. Ob sich die größte Tech‑Blase der Geschichte wirklich wiederholt, hängt davon ab, ob Unternehmen die versprochenen Gewinne erzielen und ob die Gesellschaft den Wandel durch KI als Chance oder Bedrohung bewertet.



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