Volleyball-EM: Deutschland siegt im Drama gegen Bulgarien
Deutschlands Volleyballer sind nach einer dramatischen Aufholjagd gegen den starken Gastgeber Bulgarien ins Viertelfinale der Europameisterschaft eingezogen. Das Team von Bundestrainer Massimo Botti gewann in Sofia mit 3:2 (21:25, 21:25, 25:19, 25:23, 15:12) und steht damit erstmals seit fünf Jahren in der Runde der besten acht Teams einer EM. Dort geht es am kommenden Dienstag gegen den Turnierfavoriten und Weltranglistenersten Polen.
Deutschland geriet trotz von Beginn an guter Leistung mit 0:2 Sätzen in Rückstand, kämpfte sich aber - auch gegen die lautstarke Kulisse - zurück und schaltete den Vize-Weltmeister aus. Erik Röhrs war mit 20 Punkten gefährlichster Angreifer für die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV).
Das Team war mit vier Siegen aus fünf Gruppenspielen bereits gut in die EM gestartet, die erste Niederlage zum Vorrundenabschluss gegen Olympiasieger Frankreich verhinderte dann aber Rang eins - und brachte für das Achtelfinale das schwierige Spiel gegen Bulgarien. In diesem Vergleich sprach die jüngste Bilanz nicht für Deutschland, erschwert wurde die Aufgabe zudem durch den kurzfristigen Ausfall von Zuspieler Johannes Tille, der eine Fraktur im Mittelfuß erlitt.
Schon im ersten Durchgang machte Deutschland den Gastgebern vor mehr als 12.000 Fans aber durchaus das Leben schwer, Bulgarien entwickelte vor allem über die Aufschläge mehr Druck und sicherte sich durch diesen Vorteil den ersten Satz. In der Schlussphase des zweiten Satzes war Deutschland ganz nah dran am Ausgleich, leistete sich aber auch hier Aufschlagfehler und geriet mit 0:2 in Rückstand - es sollte dennoch ein Wendepunkt im Spiel werden.
Der umkämpfte dritte Satz brachte die erste deutliche Führung des Spiels für das DVV-Team und auch den verdienten Satzgewinn. Auch Durchgang vier ging nach einem ganz engen Finale an Bottis Mannschaft, in der Halle wurde es ruhig. Im entscheidenden Durchgang konnte sich lange keines der Teams einen Vorteil erspielen, am Ende jubelten Röhrs und Co. nach rund zweieinhalb Stunden Spielzeit.
D.Horn--FFMTZ