Trotz Matchball: Zverev beim Masters in Cincinnati raus
Matchball vergeben, Geduldspiel verloren: Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Cincinnati das Viertelfinale verpasst. Die deutsche Nummer eins unterlag gegen den US-Amerikaner Tommy Paul nach einer von mehreren Regenunterbrechungen geprägten Partie mit 6:4, 6:7 (6:8), 4:6. Der topgesetzte Zverev führte im entscheidenden dritten Satz bereits mit 4:2, verlor anschließend aber vier Spiele nacheinander.
Für den French-Open-Sieger endete die US-Open-Generalprobe mit einer Enttäuschung. Zehn Tage vor Beginn des Highlight-Events in New York (ab 30. August) vergab Zverev im Tiebreak des zweiten Satzes einen Matchball, ehe er zum Ende vollkommen die Kontrolle über das Spiel verlor. Nach der Auftaktniederlage zuletzt in Montréal zum Start in die Hartplatzsaison gegen den Niederländer Tallon Griekspoor war es für den Weltranglistendritten die zweite Enttäuschung hintereinander.
Dabei hatte Zverev gegen Paul zunächst alles im Griff. Selbst eine fast 90-minütige Regenpause beim Stand von 6:4, 3:4 aus seiner Sicht brachte den Wimbledon-Finalisten zunächst nicht aus dem Konzept. Im Tiebreak des zweiten Satzes erspielte sich Zverev beim Stand von 6:5 einen Matchball, setzte eine Rückhand jedoch ins Netz. Paul nutzte die Chance und entschied den Durchgang noch für sich.
Im dritten Satz schien Zverev zunächst wieder auf Kurs. Der Cincinnati-Sieger von 2021 zog auf 4:2 davon, konnte sein Niveau anschließend aber nicht halten. Paul nutzte die Schwächephase konsequent und machte nach 2:51 Stunden den überraschenden Erfolg perfekt. Er trifft nun auf den an Position sieben gesetzten Italiener Flavio Cobolli.
Für Zverev war es im vierten Duell mit Paul bereits die dritte Niederlage. Besonders bitter: In Abwesenheit der Topstars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz schien der Weg in Cincinnati geebnet.
E.Kaiser--FFMTZ