Frankfurter Tageszeitung - Regierungskreise: Trump will laxere Klimaauflagen für Öl- und Gassektor bei Methan

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Regierungskreise: Trump will laxere Klimaauflagen für Öl- und Gassektor bei Methan
Regierungskreise: Trump will laxere Klimaauflagen für Öl- und Gassektor bei Methan / Foto: JOE RAEDLE - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Regierungskreise: Trump will laxere Klimaauflagen für Öl- und Gassektor bei Methan

US-Präsident Donald Trump will die Klimaschutzregeln für die heimische Öl- und Gasindustrie deutlich lockern: Nach Angaben aus dem Weißen Haus wollte Trump am Dienstag bei einem Auftritt im Bundesstaat Texas laxere Vorgaben für den Ausstoß des Treibhausgases Methan verkünden. Texas ist in den USA führend bei der Produktion fossiler Brennstoffe.

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Die US-Umweltschutzbehörde EPA hatte Anfang Oktober erklärt, eine solche Rücknahme der Klimaschutzvorschriften des früheren Präsidenten Joe Biden könne den Bürgerinnen und Bürgern Kosten in Milliardenhöhe ersparen. "Die Amerikaner müssen es sich leisten können, im Winter ihre Häuser zu heizen und ihr Auto zu betanken, um zur Arbeit zu fahren", erklärte EPA-Chef Lee Zeldin.

Trumps Ankündigung sollte eine Woche vor den Kongress- und Gouverneurswahlen am 3. November erfolgen. Der Präsident unterstützte bei zwei Auftritten in Texas den republikanischen Senatskandidaten Ken Paxton, der sich laut Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Demokraten James Talarico liefert. Sollte Talarico seiner Partei in dem konservativen Südstaat erstmals seit gut drei Jahrzehnten einen der heiß begehrten Senatssitze sichern, käme dies einer politischen Sensation gleich.

Trump nannte den Klimaschutz bei seinem Auftritt in der Stadt Corpus Christi südlich der texanischen Hauptstadt Austin erneut "Betrug" und kritisierte, dass sich Talarico für grüne Energien einsetze. Auch Deutschland und andere Länder hätten dies versucht, sagte der Präsident unter Anspielung auf die frühere Ampel-Koalition. Diese Länder hätten "alle kurz vor dem Bankrott" gestanden, behauptete Trump. "Hätte Deutschland nicht den Kurs gewechselt, gäbe es Deutschland heute nicht mehr."

Bei dem Auftritt lobte Trump überdies die umstrittene Ankündigung von Audi, ein erstes Werk in den USA zu bauen und dafür 4,2 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) zu investieren. Audi-Chef Gernot Döllner sieht sich wegen seines Auftritts an Trumps Seite am Samstag in Georgia scharfer Kritik ausgesetzt.

N.Wolf--FFMTZ